Kommunikation

Aus einem lateinischen Wortstamm ( communis, communicare und communicatio) abgeleitet, kann Kommunikation auf die Herstellung von Gemeinsamkeit fixiert werden.

Aus der Definition der Kommunikation können wir feststellen, dass es sich hier um einen Informationsaustausch zwischen Systemen oder Objekten handelt, die sich der gegenseitigen Anwesenheit bewusst sind und sich als solches wahrnehmen. Daher ist Kommunikation Bedeutungsvermittlung und eine soziale Notwendigkeit, weil durch ihr Verbindung Mensch-Mensch und der Umwelt entsteht. Sie dient hieraus folgend zur Orientierung, kann Motivation erwirken, Konflikte schaffen, aber auch lösen und gefühlsmäßige Bindungen herbeiführen sowie Grundlagen für Kooperation schaffen. Hierfür ist gegenseitige Aufmerksamkeit unbedingt Voraussetzung, denn in jeder Nachricht eines kommunikativen Vorgangs sind Beziehungs- und Inhaltsaspekte zu finden. Der Aspekt „Inhalt“ vermittelt Daten, der „Beziehungsaspekt“ hält Hinweise wie die persönliche Stellungnahme zum Anderen bereit. Es wird immer der Beziehungsaspekt gegenüber dem Inhaltsaspekt überwiegen. Ergo, jede Kommunikation schafft ein gemeinsames Erleben, da wir Sender und Empfänger sind.

Die Formen der Kommunikation zeigen sich so: gegenseitig, einseitig, privat, öffentlich, direkt, indirekt, verbal, nonverbal und auf mentaler Ebene.

Kommunikation ist ein Prozess zwischen Sender und Empfänger, in dem Nachrichten ausgetauscht werden. Beschrieben wird dieser Vorgang mit einem Kommunikationsmodell, in dem ein Sender in einer Erwartungshaltung eine Nachricht konzipiert und diese an einen wahrgenommenen Empfänger, dessen Aufmerksamkeit ihm bewusst ist, sendet. Voraussetzung für das Gelingen dieses Vorgangs ist ein kompatibler Zeichenvorrat der über verschiedene Kanäle (verbal, nonverbal) gesendet werden kann. Der Empfänger nimmt die Signale des Empfängers bewusst oder auch unbewusst auf. In der bewussten Wahrnehmung wird er die Signale entschlüsseln, einen Sinn erkennen und daraus eine Hypothese über die Intention bilden. Sie stehen nun in jedem Fall in einem kommunikativen Prozess.

Es ist unmöglich, nicht zu kommunizieren!



Man kann nicht nicht kommunizieren, dieses hat Watzlawick 1990 treffend formuliert.

Unsere Kommunikation beginnt schon in unserer Entstehungsphase vor unserer Geburt. Im Leib der Mutter nehmen wir die Kommunikation von außen wahr und reagieren auf sie. Uns sind kommunikative Eigenschaften angeboren, andere müssen wiederum erlernt werden.

Kommunikation kann Gemeinsamkeiten, aber auch Konflikte schaffen. Die Bedeutungszuweisung im Kommunikationsprozess beruht immer auf einer individuellen Erfahrung. Die Möglichkeit, dass etwas beschrieben wird, wie es bei einem selbst wohnt, und dass der Andere es so versteht, wie es gesagt wurde, ist selten möglich. Die Individualität der Persönlichkeit kann Unterschiede in der Wahrnehmung bedeuten und macht ein Gelingen der Kommunikation schwierig oder lässt sie nur teilweise annähernd gelingen.


Wahr ist nicht, was der Sender sagt, sondern, was der Empfänger versteht!

Um dieses zu vermeiden ist ein ständiger Informationsaustausch von Nöten. Je mehr Informationen vorliegen, desto sicherer wird das Ereignis abzuschätzen sein.

Ich möchte an dieser Stelle durch eine Feststellung nach Cooly 1909, zitiert nach Mucchielli 1974, bezüglich der Kommunikation festhalten:

„ Sie ist ein Mechanismus, durch den zwischenmenschliche Beziehungen entstehen und sich entwickeln; sie erfasst sämtliche Symbole des Verstandes einschließlich der Mittel ihrer Übertragung über einen Raum und ihrer Erhaltung in der Zeit. Sie umfasst den Gesichtsausdruck, die Einstellungen, die Gesten, den Klang der Stimme, die Worte, die Schrift, das Gedruckte, die Eisenbahn, den Telegraphen, das Telefon und alles bis zur letzten Errungenschaft zur Eroberung des Raumes und der Zeit“.

Schlussfolgernd aus diesem Zitat gilt:


Vieles in unserem Leben ist Kommunikation!

Um so mehr erstaunt es, dass in unserem schulischen Werdegang, nur teilweise auf eine kommunikative Ausbildung Wert gelegt wird . Auch lässt das Niveau bei einigen kommunikativen Ausbildungen zu wünschen übrig. Die Geschichte zeigte uns, je weniger Informationen uns vorlagen, desto umfangreicher waren die Konflikte.

Wer mit einem Auto fahren will, braucht dazu einen Motor und Reifen. Windschutzscheibe und Lenkrad reichen nicht aus“.


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